Christus

Dr. Ludwig Neidhart

Kirche und Gewalt:
Inquisition, Hexenverfolgung, Kreuzzüge und Kriege


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1. Die Tötung von Irrlehrern und die Inquisition

1.1 Das Fehlen der Häretikertötung im ersten Jahrtausend

Das landläufige Bild, wonach die Kirche nur in den ersten Jahrhunderten (in denen sie selbst verfolgt wurde) gewaltfrei war und seit dem Jahr 313 alsbald begann, Andersdenkende blutig zu verfolgen, so dass dann im Laufe der Geschichte insgesamt "Abermillionen" von ihnen getötet wurden (man sprach früher von über 100 Millionen Opfern, während einer der schärfsten heutigen Christentumsgegner, Karlheinz Deschner, immerhin noch von einer "Blutspur" von 9 Millionen redet) - dieses Bild ist durch die historische Forschung der letzten Jahrzehnte, in der z.B. die Inquisitions- und Hexenforschung durch systematische Erschließung des Quellenmaterials wesentliche Fortschritte machte, überzeugend korrigiert worden (einen ausführlichen Überblick hierzu bietet das Standardwerk von Arnold Angenendt). Bekannt ist, dass die Christen in der Zeit der Christenverfolgungen vor 313 für Toleranz und Gewaltlosigkeit in der Religion eintraten ...

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